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Dreimal T und jede Menge Spaß – mein erstes Tesch Travel Treffen 2014

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Letztes Wochenende war es endlich soweit – zum 56. Tesch Travel Treffen (TTT) trafen sich wieder Weltenbummler, Globetrotter und solche, die es gerne werden möchten. Und ich zum ersten Mal mittendrin. Um das Fazit vorweg zu nehmen: Das TTT begann recht feucht, dann kam die Sonne raus, bevor es später a…kalt wurde, aber es war einfach nur superspannend und megagenial. Was das mit der Nummer 111 und noch einigen anderen Schweizern zu tun hat? Lest selbst!

Der Ort des Geschehens ist eher rustikal: eine Wiese in Malmedy, Belgien – idyllisch direkt an einem Fluß gelegen. Ausstattung: Drei Dixis, ein Verpflegungszelt und ganz viel Holz für das charakteristische Riesenlagerfeuer in der Mitte des Platzes. Aber gerade diese Art von Purismus macht den speziellen Charme des TTT aus. Speziell auch die Anfahrt zur Wiese: Die Memmen fahren über eine kleine Brücke, alle anderen treiben ihre Mopeds direkt durch den Fluss. Heißt im Klartext, alle fahren durch den Fluss, weil natürlich keiner als Memme gelten möchte.

Ralf, Inge und Walter bringen mich zum Treffen, gehen aber dann wieder eigene Wege, ziehen dem Zelt ein Hotel vor und möchten statt Weltreiseflair lieber die Eifel und die Ardennen erkunden. Trotzdem kann Walter kaum genug von der Wasserdurchfahrt bekommen – und beweist eindrucksvoll, dass auch ein Tourensportler wie die VFR sowas kann.

Enduros werden überbewertet - so 'ne Wasserdurchfahrt geht auch mit der VFR 1200

Enduros werden überbewertet – so ’ne Wasserdurchfahrt geht auch mit der VFR 1200

Mein Zelt ist schnell aufgebaut und es kommen immer mehr interessante Menschen an, die viel erlebt haben oder noch erleben möchten. Nur ein Beispiel: Neben mir zeltet Doris, die letztes Jahr mit ihrem alten Zweiventilboxer von Buenos Aires bis Kanada gereist ist. Ein ganzes Jahr Auszeit, als Frau allein? Eigentlich nix Besonderes unter Globetrottern, aber was mir wirklich den Atem raubt: Die Frau wird dieses Jahr 60!!! Wow, kann ich da nur sagen…

Obwohl es mittlerweile wieder eklig nieselt, vergeht die Zeit wie im Flug – jeder hat etwas Spannendes zu erzählen und bald ist es dunkel, das riesige Lagerfeuer wird angezündet und der „Chef vom Ganzen“, Fernreise-Urgestein Bernd Tesch, begrüßt die Anwesenden offiziell.

Lagerfeuer am ersten Abend

Das Lagerfeuer am ersten Abend – warm und sehr gemütlich

Am Lagerfeuer versammeln sich alle und wir haben jede Menge Spaß. Harry findet für mich sogar den Daniel aus der Schweiz, den 111. Facebook-Fan von travel2wheels, der brav seinen versprochenen Schnaps trinkt, obwohl er Ramazzotti gar nicht mag. Um 3 Uhr streichen wir schließlich die Segel und tauschen das warme Feuer gegen den kalten Schlafsack. Wenigstens regnet es nicht mehr…

Der Blick sagt alles - Daniel und der Ramazzotti... Ralf (rechts) zeigt deutlich mehr Begeisterung...

Der Blick sagt alles – Daniel und der Ramazzotti… Ralf (rechts) zeigt deutlich mehr Begeisterung…

Am nächsten Morgen scheint tatsächlich die Sonne, obwohl es noch ziemlich kalt ist. Waschen im Fluss und dann geht’s in kleinen Gruppen zum programmatischen Höhepunkt des Treffens: In einem Dorfgemeinschaftshaus ein paar Dörfer weiter gibt es drei interessante Multimediavorträge.

Von Alaska nach Feuerland ist das Thema von Mathias Heerwagen, danach berichtet Michael Paetsch von seiner Ostsee-Umrundung. Mein persönliches Highlight ist der Vortrag der beiden jungen Schweizer Janine Ritschard und Fabian Schmid, die 13 Monate lang in Asien unterwegs waren. Zwischendurch holt Bernd noch weitere interessante Menschen auf die Bühne, die von ihren eigenen Reisen und Vorhaben erzählen dürfen. Alles in allem ein kurzweiliger Nachmittag, der es fast vergessen macht, dass draußen herrlichster Sonnenschein ist.

Pause zwischen den Vorträgen

Pause zwischen den Vorträgen

Für den Weg zurück zur Zeltwiese schließe ich mich meinem schwäbischen Zeltnachbarn zur anderen Seite an, Richard aus Aalen und seinen beiden Kumpels. Die wollen nämlich belgische Pommes essen gehen und da kann ich nicht widerstehen. Lecker!!! Abends auf der Wiese das gleiche Programm wie gestern. Lagerfeuer, interessante Gespräche und ganz viel Spaß – vor allem, wenn Daniel seinen Chili-Schnaps anbietet, ein Teufelszeug namens „Essacher Luft“.

Heute ist das Feuer nicht so gut geschichtet wie gestern, es fällt in sich zusammen und ist mehr breit als hoch, aber trotzdem schön warm  Heute ist das Feuer nicht so gut geschichtet wie gestern, es fällt in sich zusammen und ist mehr breit als hoch, aber trotzdem schön warm.

Heute ist das Feuer nicht so gut geschichtet wie gestern, es fällt in sich zusammen und ist mehr breit als hoch, aber trotzdem schön warm.

Viel zu früh ist es Zeit, in den Schlafsack zu kriechen. Beim Zelt angekommen, traue ich meinen Augen kaum, alles ist voller Rauhreif. Wie gut, dass ich zwei Daunenschlafsäcke mit habe, die zusammen mit Windstopperhose und Fleecejacke dafür sorgen, dass ich nicht friere. Am anderen Morgen sagt einer, es sei minus 4 Grad gewesen die Nacht *bibber*

Die Sonne scheint, aber Zelt und Basic sind noch voller Rauhreif.

Die Sonne scheint, aber Zelt und Basic sind noch voller Rauhreif.

Am Sonntag herrscht Abschiedsstimmung – zwischen Zeltabbau und Moped packen verabschiede ich mich von den vielen netten Menschen, die ich am Freitag noch gar nicht kannte, aber mittlerweile total ins Herz geschlossen habe. Ihr wisst, wen ich meine, vielen Dank euch allen für eine supertolle Zeit.

TTT – ich komme definitiv wieder. Ein herzliches Dankeschön auch an Bernd und Patricia für die Organisation und die Möglichkeit, so viele tolle und inspirierende Menschen auf einem Haufen zu treffen.

Ich bin natürlich auch keine Memme, obwohl ich ja gestehen muss, dass ich vor dem Treffen Respekt vor der Wasserdurchfahrt hatte.

Ich bin natürlich auch keine Memme, obwohl ich ja gestehen muss, dass ich vor dem Treffen Respekt vor der Wasserdurchfahrt hatte.

8 Kommentare

  1. Respekt!!!! 🙂

  2. @ Ralf: Fürs Zelten bei minus 4 Grad? 😉

  3. Nett empfunden, Birgit, nett geschrieben! Ein wenig mehr über Menschen und deren Reisen wäre besser als so viel übers Wetter. Bis zum 24.05.2015 dann mit vielen neuen und alten Reise-Erlebnissen mit anderem Wetter… irgendwas zwischen Sonne, Dauerregen und 1 m Schnee! Bye Bernd, der Veranstalter, ´, Danke fürs Dabeisein!

    • @ Bernd: Es waren sooo viele interessante und nette Menschen da, dass der Bericht ewig lang geworden wäre, wenn ich alle tollen Begegnungen beschrieben hätte 🙂 Das kann ich beim nächsten Mal nachholen, dann kenne ich das TTT ja schon und brauche nicht mehr viele Worte über die Rahmenbedingungen zu verlieren 🙂

  4. Bin Schwester von Patrizia Govers: Sehr interessant diese Rapport, besonders die Photo’s! Nellie Govers in die Niederlanden.

  5. Schöner Bericht

    Falls du das mit dem Wasser durchfahren ein wenig üben willst…. ich kenne bei mir in der Gegend 2 Stellen *g

    • Das Angebot nehm ich gerne an, Silvia – so richtig wohl fühl ich mich nämlich immer noch nicht, wenn die Steine größer und glitschiger werden…

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