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Motorradwelt Bodensee 2019 – was gibt’s Neues?

| 5 Kommentare

Wir sind zwar gerade erst von unserer langen Reise zurück und in Sachen Motorrad, Ausrüstung und Co. optimal versorgt, aber trotzdem ist es immer wieder interessant, was es Neues gibt auf dem Markt. Also auf nach Friedrichshafen, wo mit der Motorradwelt Bodensee Ende Januar wie jedes Jahr die erste Motorradmesse des Jahres stattfand.

25 Jahre Motorradwelt Bodensee

Dieses Jahr feierte die Motorradwelt ihr 25. Jubiläum, aber das bekannte und gewohnte Konzept ist unverändert. Ich mag das Messegelände Friedrichshafen, die kurzen Wege und die nette Atmosphäre. Leider kommen wir dieses Jahr „dank“ eines Unfalls mit Vollsperrung auf der A8 erst kurz von Mittag an, müssen uns also ein bisschen sputen. Um 15.00 Uhr sind wir nämlich schon an der Reisebühne verabredet mit hoffentlich vielen Freunden und Bekannten aus der Fernweh-Gruppe.

Neue Motorräder für die Reise?

Alle großen Hersteller sind vertreten, zum Teil durch Händler. Es gibt also einiges an Neuheiten zu bestaunen. Der Trend geht einerseits zum Downsizing, andererseits stehen natürlich auch die vollausgestatteten Adventure-Boliden nach wie vor hoch im Kurs. Leider fehlt wie schon in den vergangenen Jahren das Reisemoped, das ich wirklich gerne sehen würde, die Enfield Himalayan. Wobei die mit ihren 400 Kubik und 24 PS sicherlich nicht viele Kaufwillige hinterm Ofen hervorlocken würde. Schade eigentlich… Hier nun die aus meiner Sicht interessanten Neuheiten.

Moto Guzzi V85TT

Aus meiner Sicht der interessanteste neue Mittelklassetourer – weil er Ecken und Kanten hat und sich außerdem spielerisch leicht anfühlt. Okay, der hässliche Frontscheinwerfer hätte nicht sein müssen und das Top Case käme auch nur über meine Leiche ans Moped, aber sonst hat die neue Guzzi durchaus Charme.

KTM 790 Adventure

Wenn dieser hässliche Tank nicht wäre, könnte die KTM echt hübsch sein. Ich meine, schwerpunktgünstig vorne und unten ist ja nicht schlecht, aber muss er so komisch abstehen? Als Boxerfahrerin mit reichlich Erfahrung im Flachparken finde ich einen Tank an dieser Stelle außerdem ziemlich ungeschickt – es sei denn, er ist absolut unkaputtbar.

Yamaha 700 TT

Die 700 TT darf seit einigen Jahren nicht fehlen, wenn neue Reisemotorräder vorgestellt werden, aber dieses Jahr soll sie nun wirklich zu kaufen sein. Optisch finde ich sie klasse – eher klassisch, nicht auf Krampf „designt“, könnte ein guter Kumpel sein für ne Weltreise. Ich bin gespannt auf die Fahrberichte.

Honda Africa Twin Adventure Sports

BMW macht es vor, nun gibt es auch die Africa Twin in einer „Ädwendscher“-Variante. In der – so finde ich – schönsten Honda-Farbkombination macht sie echt was her und wird sicherlich ihre Käufer finden.

Husquarna 701

Auch mit einem „Dirtbike“ kann man reisen. Die Husquarna 701 ist sicherlich eine gute Wahl für Leute, denen Geländetauglichkeit wichtiger ist als Langstreckenkomfort. Mit einer anderen Sitzbank und einem verstärkten Heck könnte ich mir das auch vorstellen, aber da stellt sich dann schon wieder die Frage, ob es wirklich Sinn macht, einen sportlichen Einzylinder zum Lastesel umzurüsten.

BMW F 310 GS

Die „Einstiegsdroge in die GS-Welt“ wirkt zwar ein bisschen wie ein Spielzeugmoped, aber trotzdem erstaunlich erwachsen. Ich würde das GS im Namen jetzt nicht wörtlich nehmen und die Kleine ins Gelände zerren wollen, aber als entspanntes Reisemoped für die Straße macht sie sicherlich eine gute Figur.

Sicherlich gibt der Markt noch andere nette Dualsport-Reisemotorräder her, die Versys-Modelle von Kawa ebenso wie die neuen V-Stromer von Suzuki, die „großen“ F-Modelle von BMW oder auch die Crosstourer von Honda. Aber dies ist ja keine Marktübersicht, sondern meine persönliche und damit sehr subjektive Auswahl. Weil sie mich einfach nicht interessieren, habe ich auch alle anderen Modelle weggelassen, mit denen man ebenfalls reisen kann, also z.B. Chopper oder (voll)verkleidete Tourer.

Coole Umbauten, wunderhübsche Klassiker und mehr

Natürlich können die Besucher am Bodensee auch wieder coole Custom Bikes, gut erhaltene Klassiker und die eine oder andere Kuriosität bestaunen. Hier eine kleine Auswahl:

Das „Fernweh-Treffen“ an der Reisebühne ist der krönende Abschluss unseres Messebesuchs. Erstaunlich, wie viele unserer Freunde und Bekannten aus Nah und Fern den Weg an den Bodensee gefunden haben. Mit Reise- und Benzingesprächen vergeht eine Stunde wie nix und schon ist es Zeit für die Heimfahrt.

Mein Fazit

Die Motorradwelt Bodensee ist für uns jedes Jahr eine willkommene Gelegenheit, schon im Januar ein wenig Motorradluft zu schnuppern und außerdem jede Menge nette Menschen zu treffen, die man über den Winter echt vermisst hat. Im nächsten Jahr gerne wieder.

Zum Schluss noch das für mich schönste Motorrad der Messe:

Ist diese klassische Kawa nicht einfach nur eine Augenweide?

5 Kommentare

  1. Die KTM wollte ich an der Messe auch anschauen, aber da waren so viele Leute drum herum. Ich hab es dann aufgegeben und hoffe auf einen Besuch beim Händler um die Ecke.
    Vieleicht springt da sogar eine Probefahrt dann auch heraus.

    • Ich hab draufgesessen auf der Messe – fühlt sich gut an. Aber ich denke, der Tank würde bei mir nicht lange überleben. Außerdem hätte ich gerne ne Enfield und unsere Garage ist eh fast zu klein für die aktuellen drei Mopeds 😉

  2. Hi Birgit,
    zunächst wilkommen zurück von eurer Tour. Hab immer fleißig mitgelesen…

    Falls du die Himalayan in echt sehen willst, macht einfach mal einen Ausflug ins Fränkische Seenland ;-). Die Kleine steht startklar draußen… Für dich ist sie aber vermutlich zu klein?

    LG Anett

    • Hallo Anett,

      pelki sagte schon, dass du so eine hast. Zu klein ist die sicher nicht, würde sie ja nicht als alleiniges Moped wollen, die Basic bleibt auf jeden Fall. Mal sehen, was der Sommer so bringt in Sachen Ausflügen. Wo wohnt ihr denn jetzt?

      LG Birgit

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