Osterbrunnen, Blootz und ganz viel Sonne

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Karfreitag 2015. Laut Wetterbericht sollte es regnen, im Voralpenland sogar schneien. Ein Blick aus dem Fenster sagt genau das Gegenteil: strahlendblauer Himmel und Sonne. Da hält uns nicht mal das Thermometer mit seinen gerade mal 6 Grad drinnen – zumal wir unsere eigentlich geplante Ostertour verschoben haben. Ein Anruf bei Walter und Inge, dann ist die Sache klar: Statt 4 Tagen Chiemgau machen wir heute eine Tagestour ins Hohenloher Land.

Zuerst gibt es Kaffee und Kuchen in Fichtenberg, bevor uns Walter auf kleinen Sträßchen nach Süden, Osten und schließlich Norden führt. Nachdem die Basic ja den Winter in der Werkstatt verbracht hat, genieße ich diese erste richtige Tour. Wäre es nicht so kalt, kämen fast Frühlingsgedanken auf. Die Sonne hat schon richtig viel Kraft, während schattige Waldstücke zum Einschalten der Heizgriffe animieren. Macht aber nix, die wollte ich eh testen. Statt der originalen zweistufigen BMW-Heizgriffe hat die Basic nämlich seit letzter Woche 5-stufige außenverkabelte Oxford-Griffe. Sehen zwar nicht so schön aus, aber machen definitiv warm.

Der Osterbrunnen in Kirchberg an der Jagst leuchtet mit den bunt gestrichenen Häusern um die Wette.

Der Osterbrunnen in Kirchberg an der Jagst leuchtet mit den bunt gestrichenen Häusern um die Wette.

In Kirchberg an der Jagst legen wir eine kleine Pause ein, um den Osterbrunnen anzuschauen. Der fällt irgendwie kaum auf, weil die Häuser ringsum ebenfalls in allen Regenbogenfarben gestrichen sind. Der zweite Stopp in Kirchberg ist „Fröbers Gastlichkeit“, ein Café ohne Kuchen. Der ist leider schon ausverkauft.

Kuchen ist aus, aber in der Sonne sitzen hat auch was, also kehren wir ein...

Kuchen ist aus, aber in der Sonne sitzen hat auch was, also kehren wir ein…

So gegen 16.00 Uhr sind wir wieder auf dem Weg, kommen aber keine zehn Kilometer weit: Im idyllischen Dörfchen Saurach kennt Inge eine Kneipe, wo es jeden Freitag Blootz gibt. Ich habe keine Ahnung, was das sein soll, und bin gespannt. Die Bedienung begrüßt Walter und Inge ganz überschwänglich und freut sich, dass „die Fichtenberger“ mal wieder da sind. Deswegen ist es auch kein Problem, einfach draußen Blootz auf die Hand zu bekommen. Kurze Zeit später serviert uns die nette Damen ein riesiges Brett verschiedener Blootz-Sorten.

Die Hohenloher Spezialität erinnert an eine Mischung aus Flammkuchen und Pizza. Der Teig ist eher wie bei einer Pizza, der Belag mutet Elsässisch an. Speck und Zwiebeln, Lauch oder Bärlauch mit Lachs stehen zur Auswahl.

Das Rössle in Saurach hat nur freitags Blootz . eine hohenlohische Spezialität, die wir Pizza im Steinbackofen gebachen wird.

In Saurach gibt’s nur freitags Blootz, eine regionale Spezialität, die wie Pizza im Steinbackofen gebacken wird.

Die herzhaften Varianten sind allesamt sehr lecker, aber mein Highlight ist ganz klar der süße Blootz mit Apfelmus, Vanillecreme und Zimt. Das Bezahlprinzip ist ganz einfach. Jeder merkt sich, wie viele Stücke er hatte und dementsprechend kostet es. Für uns ist es noch einfacher, weil Walter uns einlädt.

Süßer Blootz im hohenlohischen Saurach.

Süßer Blootz im hohenlohischen Saurach.

Viel zu schnell geht es weiter: in weiten Schlenkern zurück auf die andere Seite der A6. Weil Inge so geschwärmt hat, schauen wir uns auch in Fichtenberg noch den Osterbrunnen an – total schön, und fast jedes Ei anders. Es dämmert schon, als wir die Mopeds wieder gen Stuttgart lenken, wegen der fortgeschrittenen Zeit ganz langweilig auf der B 14. Am Ende stehen 250 km auf dem Tacho, als wir mit dem letzten Tageslicht wieder daheim sind.

Osterbrunnen in Fichtenberg: Die Eier sind liebevoll bemalt und jedes ist anders.

Osterbrunnen in Fichtenberg: Die Eier sind liebevoll bemalt und jedes ist anders.

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