Motorrad-Premiere 2014: Kleine Sonntagstour rund ums Remstal

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Sonntag, 13.00 Uhr, knappe 10 Grad, dunkelgrauer Himmel. Nicht die besten Voraussetzungen für eine Motorradtour, aber die Straße ist trocken. Also nix wie Mopeds aus der Garage und rein in drei (Ralf) bis fünf (ich) Schichten Klamotten. Als wir im Michelinmännchen-Outfit wieder vor die Tür kommen, fallen die ersten Regentropfen. Aber egal, jetzt sind wir so weit gekommen, nun wollen wir auch fahren. Also drücken wir gespannt auf den Starter…

Da ich mir ja Ende September den Fuß gebrochen hatte, haben die BMWs eine unüblich lange, sechsmonatige Pause hinter sich, ohne fachmännisches Einwintern, ohne Saubermachen, einfach nur in der Garage gestanden. Trotzdem springen sie klaglos an, Ralf braucht zwei Versuche, ich einen mehr.

Erster Stopp Tanke – Ralfs Basic hat hinten nur noch 0,4 bar Luft drin, vorne immerhin 1,2… Mein Heidenau K60 hat sich in dieser Disziplin etwas besser geschlagen, 1,7 und 1,8 bar. Einen fast leeren Tank haben sie beide – also Sprit rein und dann kann die erste Motorradtour 2014 endlich losgehen.

Schurwald
Auf kleinen Sträßchen geht es im Schurwald rauf und runter

Erstmal aus der Stadt raus. Da Ralf sich eine kurze Tour in der Nähe gewünscht hat, fahren wir Richtung Remstal. Die nette kurvige Straße durch die Weinberge von Stetten nach Esslingen Jägerhaus hoch ist fast wieder trocken, aber wir lassen es langsam angehen, nach so langer Pause. Über Aichelberg geht es wieder runter ins Remstal, nur um dann in Schnait wieder hoch in den Schurwald zu fahren.

Oben auf der Höhe versuchen wir vergeblich, ein winziges Stück blauen Himmel fotografisch festzuhalten – die Kamera zeigt zwar eine schöne Hell-Dunkel-Lichtstimmung, aber leider in Grau. Naja, wir haben’s zumindest versucht. In Schlichten geht’s wieder bergab. Unten lockt die hübsche Daimlerstadt Schorndorf mit ihrem historischen Fachwerk-Marktplatz und – was uns jetzt viel mehr interessiert – einem gemütlichen Café. Also Boxenstopp für Kaffee und Kuchen.

Schorndorf
Der historische Marktplatz in Schorndorf ist einen Boxenstopp wert

Als wir unsere Mopeds durch die unzähligen Kreisel von Schorndorf auf die andere Seite des Remstals lenken, ist es fast vier Uhr und es wird langsam wieder kühler. Einen kleinen Schlenker über die Berglen – die genauso niedlich aussehen wie sie sich anhören – gönnen wir uns trotzdem noch. Oppelsbohm, Rettersburg, Öschelbronn, Stöckenhof, dann über Burg und Höfen runter nach Winnenden, wieder begleitet von ein paar Regentropfen. Trotzdem bleiben wir bis Waiblingen auf der Nebenstrecke und fahren erst für die letzten paar Kilometer nach Stuttgart wieder auf die Bundesstraße.

oppelsbohm2
Typisch für die Berglen ist die sanft hügelige Landschaft

Um kurz vor fünf stehen die Mopeds wieder in der Garage und wir genießen die schöne warme Wohnung. Mit 94 km war unsere kleine Sonntags-Motorradtour zwar wirklich nicht lang, aber warum in die Ferne schweifen, wenn es direkt vor den Toren der Stadt so viele nette kurvige Sträßchen gibt? Weiter weg geht’s dann wieder, wenn es etwas wärmer und vor allem trockener ist. Schön war’s auf jeden Fall 🙂

Unsere heutige Motorradtour ins Remstal als Google-Maps-Karte:


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3 Kommentare

  1. Und das findet ihr jetzt fair?? 🙂

  2. Pingback: Saisonstart der S-Biker: Ralfs Haustür-Tour | travel2wheels - Motorradreisen und mehr

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